Politik in der Fabrik
Freitag, 12. August 2011

Bündnis für Storkow und Cornelia Schulze-Ludwig luden zum Sommerabend mit Matthias Platzeck

Zum Sommerabend „Politik in der Fabrik“ hatte das Bündnis für Storkow in die Fabrikhalle der ABS GmbH Storkow eingeladen. Zum Bündnis gehören der Mittelstandsverein und seine Fraktion Neues Storkow im Stadtparlament, die CDU, der Verein Haus und Grund und dessen Fraktion im Stadtparlament und die SPD. Zusammen unterstützen sie die gemeinsame Bürgermeisterkandidatin Cornelia Schulze-Ludwig.

Gekommen waren 300 Gäste, darunter Vereinsvorsitzende, Vereinsmitglieder, Unternehmer, Kulturschaffende und viele engagierte und interessierte Bürgerinnen und Bürger. Auch prominente Unterstützung aus Potsdam mit Ministerpräsident Matthias Platzeck, Minister Jörg Vogelsänger und dem Landtagsabgeordneten Klaus Ness waren gekommen.

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Sanierung des Amtsgerichts und Neubau der Jugendarrestanstalt Königs Wusterhausen jetzt amtlich
Mittwoch, 10. August 2011

„Jetzt ist es amtlich. Die Landesregierung hat in der gestrigen Kabinettssitzung die Justizreform abschließend behandelt. Der Gesetzesentwurf wird jetzt dem Landtag zugeleitet und dort auch mit Mehrheit der Regierungskoalition beschlossen werden.  Damit und dem Entwurf des Haushaltes 2012 ist jetzt geklärt, dass ab nächsten Jahr mit 11,5 Mio. € das Amtsgericht Königs Wusterhausen erweitert und saniert und die Jugendarrestanstalt neu gebaut wird. 2012 geht es los,“ erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Ness. Seit Herbst 2009 kümmerte sich der für Königs Wusterhausen zuständige Landtagsabgeordnete intensiv darum, dass das Amtsgericht Königs Wusterhausen grundlegend erneuert wird. Mit Justizminister Schöneburg und dem damaligen Finanzminister Speer erfolgten Ortstermine, um sich von dem desolaten Zustand des Gebäudes zu überzeugen.

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NAMEN: Schütte gehört zur Geschichte der Stadt
Donnerstag, 23. Juni 2011

MAZ-Gespräch mit Klaus Ness

Mit Königs Wusterhausens Landtagsabgeordneten Klaus Ness (SPD) sprach Frank Pawlowski über den Streit um den Namen des Zeesener Gewerbeparks „Schütte-Lanz“.
 

MAZ: Weil Luftfahrt-Pionier Johann Schütte mit Hitlers Nazi-Regime verstrickt war, soll er aus dem Gewerbepark-Namen gestrichen werden, fordern Kritiker. Halten Sie das ebenfalls für richtig?

Klaus Ness: Ich finde das Ansinnen richtig, eine Diskussion darüber zu führen. Aber eine Umbenennung halte ich für falsch. Schüttes Zeesener Luftschiffwerft gehört zur Geschichte von Königs Wusterhausen. Er war ein herausragender Wissenschaftler und Ingenieur, zugleich aber jemand, mit dessen Erfindungen der erste Luftkrieg geführt werden konnte. Und er war jemand, der politisch irrte, als er sich mit den Nazis gemein gemacht hat. Auf diese Ambivalenz muss man aufmerksam machen. Die Stadt kann es aushalten, wenn der Gewerbepark so heißt – wenn sie es historisch einordnet.

Wie soll das geschehen?

Ness: Das könnte zum Beispiel in Form einer Gedenktafel geschehen, auf der über Schüttes Leistungen und über seine Rolle im Hitler-Regime informiert wird.

Das wäre überflüssig, wenn der Name verschwindet.

Ness: Und dann? Einen Schlussstrich gibt es nicht. Geschichte ist komplex, dem müssen wir uns in der Auseinandersetzung mit ihr stellen. Man kann Geschichte nicht auf diese Weise tilgen.

Es gibt eine neue Diskussion um Straßennamen aus der DDR-Zeit. Die CDU-Landtagsfraktion will wissen, wie sehr Städte und Gemeinden heute noch von Namen wie Johannes R. Becher geprägt sind. Bürgermeister wurden angeschrieben, darunter der Königs-Wusterhausener. Was halten Sie davon?

Ness: Das ist ein irrwitziger Vorstoß und Teil einer Kampagne gegen die rot-rote Landesregierung. Es muss eine Diskussion über historische Personen in ihrer Widersprüchlichkeit geben. Becher oder Thälmann kann man als Opfer der Nazis und als Vorreiter des Stalinismus sehen. In der früheren Bergbaustadt Senftenberg gibt es eine Adolf-Hennecke-Straße – das gehört zur Geschichte dazu, man darf sich nur nicht unkritisch dazu verhalten. Es ist richtig, dass nach der Wende Namen entfernt wurden, wie „Straße der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft“ und ähnliches. Das war überzogen. Aber bei historischen Figuren sollte es das nicht geben.

Soll Königs Wusterhausen also seine Becher- und Weinert-Straße behalten?

Ness: Unbedingt.

 
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